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Das Zschopautal bei Lichtenwalde

Wenn der Besucher Schloss und Barockgarten Lichtenwalde besucht hat und immer noch mehr Kennen lernen möchte, ist der Abstieg ins Zschopautal zur Lichtenwalder Mühle zu empfehlen.

lichtenwalde - Schlossmühle

Der Ursprung der ehemaligen Schlossmühle kann bis ins 14. Jh. zurückverfolgt werden. Zwischen 1872 und 1880 werden die Gebäude teilweise abgebrochen und es entsteht ein moderne Anlage mit Wasserturbine, leistungsstarken Müllereimaschinen, Getreidesilo und Holzschleiferei. 1895 wird das bereits seit 1795 bestehende Holzwehr durch ein Steinwehr ersetzt. Ende der 70iger Jahre des 19. Jahrhunderts, nach Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Niederwiesa - Hainichen  errichtete der Mühlenpächter für Transportzwecke von Mühle zum Bahnhof als Zschopauübergang eine Holzbrücke. Wenn man diese Brücke nutzen wollte, musste man erst 3 Pf. später 5. Pf. entrichten. Daher der Name „5er-Brücke“. 1954 wird der Mahlbetrieb eingestellt. Die Gebäude dienten nur noch Lagerzwecken und als Wasserkraftwerk. Die heute in den Generatoren erzeugte elektrische Arbeit reicht für ca. 500 Haushalte. Gebäudeschäden, die das Sommerhochwasser 2002 hinterlassen hat, erfordern einen Teilabriss des Mühlenkomplexes und einen Neubau der Brücke. An der Mühle befindet sich das Kunstwärterhaus, Wohnhaus des jeweiligen Verantwortlichen für die Wasseranlagen in Park und Rittergut sowie das durch ein Wasserrad angetriebene Hebewerk (Vereinfachter Wasserkreislauf). Die Entstehungszeit kann mit dem Schlossbau vermutet werden. Leider befindet es sich das Gebäude aktuell in einem bedrohlichen Zustand.

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In unmittelbarere Nähe zum Kunstwärterhaus hat 2004 das Harrasdenkmal einen neuen Standort gefunden. Diese Säule erinnert zusammen mit einer daneben errichteten Informationstafel an die Sage von „Harras dem kühnen Springer“

Mit dem Gang zu den Wiesen am Wehr erreicht man einen beliebten Rastplatz, der sich gut zur Entspannung nach einem anstrengenden Rundgang eignet. Eine Orientierungstafel zeigt hier Wandermöglichkeiten auf, die teils vorbei an Steinen/Tafeln mit Liedertexten führt, welche zum Singen animieren sollen.

Einige der Wanderwege führen durch einen an den Barockgarten angrenzenden ehemaligen Landschaftspark, angelegt um 1800 vom damaligen Besitzer Friedrich II. Vitzthum von Eckstädt. Das gegebene Gelände entlang der Zschopau mit den Schluchten und Felsmassiven eignete sich dazu recht gut. An einzelnen Punkten ließ er Staffagen errichten, wovon einige (z.B. Harrasdenkmal, Rastpilz, Friedrichdenkmal) in jüngster Zeit erneuert worden sind.

 

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Natur und Umwelt

Der Reiz von Lichtenwalde wird nicht nur durch sein interessantes kulturhistorisches Ensemble geprägt, landschaftlich hat die Region ebenfalls Einiges zu bieten. So steht der Schlossberghang unter Naturschutz und zeichnet sich durch seinen wertvollen Laubholzbestand mit einem besonders eindrucksvollen Blütenflor im Frühjahr aus.

Bärlauch un Aronstab     Schuppenwurz     Lerchensporn

Buschwindröschen, Lerchensporn, Scharbockskraut, Schuppenwurz und Aronstab prägen das Bild und laden zu einer Wanderung ein. Aber auch anderen Ortes und zu anderen Jahreszeiten kann man Interessantes in der Natur beobachten und mit etwas Glück sieht man Graureiher, Eisvogel oder Wasseramsel.

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Zuletzt bearbeitet: 11.01.2011

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