Besucherservice Lichtenwalde

Dr. Katharina und Jürgen Müller

 

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Zschopautal bei Lichtenwalde

Das romantische Zschopautal bei Lichtenwalde nimmt sowohl landschaftlich als auch historisch eine Sonderstellung ein. Hier zwängt sich die Zschopau aus dem Flöhaer Becken kommend s-förmig durch das Frankenberger Zwischengebirge. Zurück zum Besucherservice oder Zurück zu Wissenswertes

Zschopautal bei Lichtenwalde

Zwei markante Prallhänge ragen beidseitig des Flusses empor. Der eine trägt das Schloss Lichtenwalde mit seinem Barockgarten und Teil des anderen ist der sagenumwobene Harrasfelsen. Doch nicht nur historisch haben diese Hänge ihren ganz besonderen Reiz, sondern auch botanisch und geologisch. Einerseits der schattige und kühle Schlossberghang, andererseits der sonnige und wärmere Harrasfelsen, beide mit Nebenschluchten, den Fluss begleitende Ufergehölzstreifen sowie eingebettete Auenwälder und –wiesen bieten auf einem relativ kleinen Raum ein Wechsel von interessanten Pflanzgemeinschaften, die es sich lohnt auf Wanderungen durch das Gebiet zu erkunden.

Diese Botanische Vielfalt, die auch die eine oder andere Rarität enthält, hatte bewirkt, dass Juli 1968 ein Landschutzgebiet (LSG) „Lichtenwalde“ eingerichtet worden ist, was heute ca. 800 ha umfasst. Kernstück bildet seit September 1982 das ca. 34 ha große Naturschutzgebiet (NSG) „Zschopauhänge bei Lichtenwalde“.

Lichtenwalde - Rastpilz am Zschopauhang   Lichtenwalde - Denkstein für Otto von Tschirsky   Lichtenwalde - Friedrichstein

Die Ursachen für die gute Erschließung für den Wanderer kann man sicherlich in der Historie finden. Die Zschopautalhänge auf Lichtenwalder Flur wurden um 1800 vom Grafen Friedrich II. Vitzthum von Eckstädt mit Ufer- und Höhenwege in einen Landschaftspark umgestaltet. Heute findet man wieder einzelne restaurierte Staffagen (Friedrichstein, Rastpilz, Försterstein, Harrasdenkmal) in diesem Waldgebiet. Mit der Anlage des Parks gelangte man auch bequem auf Lichtenwalder Seite zum Fuße des Harrasfelsen, der mit seiner markanten Gestalt schon jeher Betrachter in seinen Bann zog. Zurück zum Seitenanfang

Lichtenwalde - Harrasdenkmal

Die 1801 im Chemnitzer Anzeiger erstmals niedergeschriebene Harrassage gibt ihren Teil dazu. Der Wanderweg auf Braunsdorfer Seite über den Harrasfelsen wurde 1882 ausgebaut. „Der herrliche Fußweg, welcher von der Haltestelle Braunsdorf am rechten Ufer der Zschopau entlang über den Harrasfelsen ... führt, ist … durch Anlegung eines bequemen Treppenweges von der Schlucht am Tunnel bis zur Höhe des Felsens erst recht gangbar geworden, während auf dem Harrasfelsen selbst lauschige Plätze mit Ruhebänken versehen geschaffen worden sind und vor allem der Aufenthalt am Körnerkreuz ungefährlich gestaltet wurde, indem am steil nach der Zschopau hin abfallenden Felsen eine feste Barriere vor dem Sturze in die Tiefe schützt.“ (Frankenberger Tageblatt, 27. Mai 1882).

Lichtenwalde - Eisenbahnunterführung   Lichtenwalde - Harrasfelsen   Harrasfelsen bei Lichtenwalde - Körnerkreuz

Weitere interessante Entdeckungen im Zschopautal bei Lichtenwalde kann man auf einer Tour von Braunsdorf zur Flöhaer Landbrücke und am anderen Ufer zurück tätigen. Hier befindet sich eine Vielzahl an Objekten aus der Technikgeschichte. In der erstmals 1507 urkundlich erwähnten Webermühle wird heute noch gemahlen. Nur dient die Wasserkraft nicht mehr direkt als Antrieb, sondern der mit Turbinen erzeugte Strom. Weiter in Richtung Flöha führt der Zschopautal-Radweg an der Schauweberei Tannenhauer vorbei. Der unter Denkmalschutz stehende Komplex einschließlich der Trockenterrassen am Hang wurde nach 1800 erbaut und diente als Spinnerei, Färberei, Filzerei und zuletzt ab 1910 als Weberei. Nach Einstellung der Produktion 1990, konnte ein Teil der Maschinen erhalten und ab 1994 an diesem alten Textilstandort in einer Schauweberei präsentiert werden. Ein Besuch lohnt sich. Zurück zum Seitenanfang

Bei Lichtenwalde - Webermühle Braunsdorf   Bei Lichtenwalde - Fußgängerbrücke Braunsdorf   Bei Lichtenwalde - Museumsweberei in Braunsdorf

In der ehemaligen Finkenmühle ist eine Gaststätte mit Kegelbahn. Die Zschopau wird über die Landbrücke bei Flöha gequert und der Weg auf der anderen Seite zurück genommen. Man sieht Reste eines 1835 errichteten Floßplatzes und sonst Natur pur. Auf der anderen Flussseite treten Wehr, Weberei und Mühle von Braunsdorf wieder ins Blickfeld. Rechts verläuft über eine kurze Wegstrecke eine Bahnlinie parallel, ehe sie die Zschopau quert und über das markante rund 255 Meter lange Braunsdorfer Viadukt mit seinen 24 Bögen führt. Viadukt und der 86 Meter lange Tunnel am Harrasfelsen sind zwei interessante Bauwerke der Eisenbahngeschichte.

Bei Lichtenwalde - Drei-Brücken-Blick   Bei Lichtenwalde - Braunsdorfer Viadukt   Bei Lichtenwalde - Tunnel am Harrasfelsen

Kulturtouristen, Naturfreunde, Wassersportler, Technik- und Eisenbahnfreaks, jeder findet bei uns im Zschopautal Interessantes. Ein Besuch lohnt sich. Zurück zum Seitenanfang

 

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Zuletzt bearbeitet: 06.01.2011

© Dr. Katharina u. Jürgen Müller